Abschiebungen verhindern

Im besten Fall braucht es gar keine Kämpfe gegen Abschiebung – und alle bleiben! Dazu ist es wichtig, sich möglichst früh an Beratungsstellen und Anwält_innen zu wenden, sobald Probleme mit dem Aufenthaltsstatus auftauchen. Doch auch last minute ist noch einiges möglich:

  • Am wirksamsten können sich Menschen selbst gegen ihre Abschiebung wehren, indem sie sich im Flugzeug nicht hinsetzen und klarmachen, dass sie nicht freiwillig fliegen. Häufig bricht der oder die Pilotin daraufhin die Abschiebung ab, damit das Flugzeug starten kann. Mehr Infos in zahlreichen Sprachen gibt es hier.
  • Unterstützer_innen können vor dem Flug am Schalter Informationen über die geplante Abschiebung an die übrigen Passagiere verteilen und zum Protest auffordern. Fluggäste können im Flugzeug den Protest unterstützen und Übergriffe dokumentieren. Dieses Radiointerview mit einer Flugpassagierin, die  in München eine Abschiebung verhindert hat, ist sehr hörenswert. Einen sehr guten Überblick über das, was Unterstützende Personen leisten können gibt ebenfalls dieses Taz-Interview, mit einem Flugpassagier, der eine Abschiebung verhindern konnte. Weitere Materialien und Kontakte zu Initiativen findet ihr auf unsere Seite.
  • Erfolgversprechend kann auch der Weg über die Fluglinie selbst sein. Sicherheitsbeauftragte von Fluglinien sind verpflichtet den Kapitän gezielt auf die „Gefahr für die Bordsicherheit“ hinzuweisen. Kontakte zu den wichtigsten Abschiebe-Fluglinien findet ihr hier.
  • In manchen Fällen lohnt es sich, die Öffentlichkeit einzuschalten. Fax- und Email-Aktionen, Petitionen und medienwirksame Aktionen setzen Fluglinien unter Druck. Über den Abschiebealarm können solche Aufrufe effektiv verteilt werden.